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Brecht-News
Brecht-Uraufführung
in der Josefstadt
Eine
Sensation steht zu Beginn der kommenden Spielsaison des Theaters
in der Josefstadt in wien auf dem Programm: Direktor Herbert Föttinger
eröffnet seine dritte Spielzeit mit einer literaturwissenschaftlichen
Sensation, einer Brecht-Uraufführung. Heribert Sasse wird
das Brecht-Stück "Die Jüdin von Shimoda" inszenieren,
Mavie Hörbiger spielt die Titelfigur Okichi.
Brecht hat dieses Stück nach einer japanischen Vorlage im
finnischen Exil geschrieben. Heribert Sasse wird die Eröffnungspremiere
der kommenden Saison am 11. September inszenieren. Mavie Hörbiger,
Peter Kern und viele andere werden zu sehen sein in diesem Drama
um eine patriotische Geisha.
Claus
Peymann wird hingegen vielleicht nicht so "amused" sein,
dass sich das Brechttheater Berliner Ensemble nicht die Rechte
frühzeitig für diesen literarturwissenschaftlich sensationellen
Fund gesichert hat.
(17.4.08; orf.at)
Bertolt
Brechts Notizen werden publiziert
Mit
einer Lesung des Schauspielers Mario Adorf ist am Sonntag in der
Berliner Akademie der Künste das ehrgeizige Projekt der Herausgabe
aller bekannten Notizbücher von Bertolt Brecht (1898-1956)
erstmals öffentlich vorgestellt worden. Der erste von 13
Bänden, die in den nächsten zwölf Jahren erscheinen
sollen, wird Anfang Mai im Suhrkamp Verlag erscheinen. Verlegerin
Ulla Unseld- Berkéwicz sprach in Berlin von einem würdigen
Projekt «im Jahr von Brechts 110. Geburtstag». Die
Edition beginnt Anfang Mai mit Band 7, der die Notizbücher
24 und 25 aus den Jahren 1927 bis 1930 enthält. 54 Notizbücher
von 1918 bis 1956 sind erhalten. 17.02.08 (dpa)
Mehr dzu auch im Dreigroschenheft 2/2008
Neue
Leitung im Literaturforum im Brecht Haus
Ursula
Vogel (52) hat zum 1.1.2008 die Leitung des Literaturforums im
Brecht-Haus in Berlin übernommen. Die studierte Germanistin
tritt damit die Nachfolge von Dr. Therese Hörnigk an, die
das Literaturforum mehr als 10 Jahre erfolgreich leitete und nun
in den Ruhestand gegangen ist.
Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie an der Freien
Universität Berlin hat Ursula Vogel zunächst als Journalistin
für Print- und Hörmedien (u.a. Deutschlandradio und
RBB Kultur) gearbeitet. Sie war Leiterin verschiedener Literatur-
und Kulturprojekte, mehrjährig Interims-Direktorin des "Künstlerhaus
Schloss Wiepersdorf" und Leiterin des "Künstlerhaus
Lukas" der Stiftung Kulturfonds in Ahrenshoop.
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